Reiki ist mittlerweile in der heutigen modernen Welt angekommen. Immer mehr Menschen interessieren sich für die spirituelle Lebensenergie und wollen mehr darüber erfahren. Je mehr Menschen sich für dieses über 100 Jahre alte esoterische Konzept begeistern, desto mehr Lehrer und Meister gibt es selbstverständlich. Doch wer war eigentlich der erste Lehrer, der Reiki entdeckt und anderen Personen nähergebracht hat?
Um Reiki wirklich theoretisch verstehen und praktisch ausüben zu können, ist es wichtig, sich mit der
Geschichte und der ursprünglichen, traditionellen Lehre vertraut zu machen. Wenn von der Geschichte Reikis gesprochen wird, wird meist zwischen zwei verschiedenen Versionen unterschieden. Bei der einen Version handelt es sich um die traditionelle Legende, wie sie oft in Japan weitergegeben wird. Bei der zweiten Version wird mehr Wert auf den historischen Aspekt der Geschichte gelegt. Hier wird versucht herauszufinden, wie das Reiki wirklich entstand, wer dafür verantwortlich war und wie sich diese esoterische Form der Spiritualität verbreitet hat.
Die Legende des Reiki
Die wohl am meisten verbreitete
Geschichte des
Reiki ist eine alte, traditionelle Legende, die oft in Japan erzählt wird. Auch beim Recherchieren im Internet nach den Ursprüngen findet man diese Geschichte meist als erste und oft auch als einzige Variante.
Die Legende erzählt vom Gründer beziehungsweise Entdecker des
Reiki,
Mikao Usui. Er wurde im August 1865 im heutigen Yamagata in Japan geboren. Er war ein Gelehrter und zudem ein gläubiger Christ, was ihn unter anderem dazu führte, eine Universität auf christlicher Basis aufzubauen. Laut Legende wurde Usui von seinen Schülern mit der Frage konfrontiert, warum sie regenerierende Anwendungen bei Wunden nicht erfolgreich durchführen könnten, wie es Jesus in der Bibel getan hatte. Da Usui keine Antwort parat hatte und sich nun selbst für die Frage interessierte, beschloss er, sich auf die Suche nach der Antwort zu machen.
Über sieben Jahre lang verbrachte er mit der Forschung nach der Antwort.
Er widmete sich unter anderem dem Studium des Sanskrit und war in vielen Ländern und an speziellen Orten auf der Suche nach der Antwort. Obwohl er aus der Recherche viele neue Erkenntnisse zog, blieb die Frage seines Schülers unbeantwortet.
Schliesslich machte sich
Mikao Usui auf den Weg zurück nach Japan. Da ihm keine Möglichkeit mehr in den Sinn kam, um endlich die erwünschte Lösung für das Problem zu finden, begab er sich auf den heiligen Berg Kurama nahe Kyoto. Dort setzte sich Usui einer 21-tägigen Fastenmeditation aus. Am letzten Tag vor Ende der Meditation sah er plötzlich sehr helle Blitze auf sich zukommen.
Das Licht der Blitze schoss auf ihn zu und gelangte in seinen Kopf. Usui wurde bewusstlos und fiel in eine Art Trance. In diesem Zustand hatte er spektakuläre Visionen, in denen er viele bunte Farben, Lichter, goldene Texte und viele weitere Dinge gesehen hat. Doch nicht diese einzigartige Vision war das Besondere an diesem Zustand. Als Mikao Usui wieder zu Bewusstsein kam, fühlte er sich wie neugeboren. Er spürte weder den steifen Zustand seines Körpers wegen des langen Fastens noch seine Müdigkeit und Erschöpfung. Auch die Visionen waren nicht für immer verschwunden. Er machte seine Augen zu, und die vollständige erlebte Vision erschien wieder vor seinem geistigen Auge.
Nach dieser Erfahrung machte sich Usui auf den Weg nach Hause.
Schon während der Rückreise fielen ihm einige besondere Dinge auf. Er verletzte sich beispielsweise einige Male auf seinem Rückweg. Wie aus Reflex legte er seine beiden Hände auf die Wunde, wodurch die entstandene Blutung stoppte und keinerlei Folgen der Verletzung zu sehen waren.
Nachdem er nun endlich erkannt hatte, wie die Methode durch das Hände-Auflegen funktioniert, entschloss sich Usui, seine Fähigkeiten für eine gute Sache einzusetzen. Er ging also in die ärmsten Viertel in Kyoto, die auch als Bettlerkönigreiche bekannt waren.
Mikao Usui behandelte dort unzählige verletzte Menschen. Er soll auch Opfer des damaligen Kanto-Erdbebens, bei dem über 100.000 Menschen starben, behandelt haben.
Auf einer seiner vielen Reisen traf er einen Mediziner namens Hayashi, welcher der beste Schüler von Mikao Usui wurde. Nachdem er viele Jahre in den Armenvierteln herumgezogen war, war es für ihn Zeit, die erste Klinik mit
Reiki-Anwendungen zu eröffnen. Nachdem er viele Tausend Schüler unterrichtet und Klienten behandelt hatte, starb Mikao Usui am 9. März 1926 im Alter von 60 Jahren. Nach seinem Ableben wurde sein Schüler Hayashi sein Nachfolger. Dieser lehrte die Tradition und die Anwendung mit
Reiki fortan weiteren Schülern in der japanischen Hauptstadt Tokio. Von dort aus wurde Reiki mithilfe weiterer Lehrer und Meister in die ganze Welt hinausgetragen.
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